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En route

Logistikzentrum Landau, anfallende Einwegpaletten bei Möbel Ehrmann.

tutto viaggio

Jede Einwegpalette beginnt ihr Leben auf der Straße, transportiert Waren durch Städte, Länder und Kontinente. So auch die rund 500 Einwegpaletten, die im Logistikzentrum bei Möbel Ehrmann monatlich anfallen und anschließend entsorgt werden müssen – bisher. Wenn ihre Reise hier endet, gibt tutto ihr einen neuen Sinn – vom flüchtigen Dasein im globalen Handel hin zu einem festen Platz in Deinem Zuhause.

Die Einwegpalette

Im Gegensatz zu Europaletten, die in einem funktionierenden Pfandsystem zirkulieren, werden Einwegpaletten nach einmaligem Gebrauch entsorgt. Sie sind leichter, dünner und oft nur vernagelt. Einwegpaletten werden aus verschiedenen Gründen eingesetzt – zum einen, da viele Produkte nicht auf genormte Europaletten passen und zum anderen, weil sie für Logistikunternehmen oft die günstigere Lösung sind. So landen sie in der Regel nach nur einem Transport im Müll – ein System mit hoher Ressourcenverschwendung. Genau hier setzt tutto an.

Der Rohstoff

Einwegpaletten werden aus verschiedenen Nadelhölzern produziert, vorwiegend aus Fichten- oder Kiefernholz, vereinzelt auch aus Douglasie. Diese Nadelhölzer haben in Europa aufgrund der weit verbreiteten Monokulturen zwar einen schlechten Ruf, sind jedoch vielseitig einsetzbar.

tutto_Linedrawing_1

Trotzdem werden jährlich Millionen Einwegpaletten entsorgt. Ein Teil davon wird verbrannt, obwohl Holz als Brennstoff nachweislich nicht klimafreundlich ist: Es entstehen Feinstaub und Treibhausgase, während das gebundene CO2 direkt freigesetzt wird. Zudem hat Holz einen vergleichsweise niedrigen Brennwert.

tutto_Linedrawing_2

Am besten ist es, das CO2 möglichst lange im Holz zu speichern – etwa indem man es weiterverarbeitet – wie bei tutto. So verlängert sich die Lebensdauer des Holzes, und die CO2-Speicherung bleibt erhalten. Gleichzeitig wird wertvolles Material weiterverwendet, ohne dass neue Bäume gefällt werden müssen.

Second Life in Landau

Bereits 2022 entstand so der erste tutto – ein Hocker, sorgfältig gefertigt aus dem zerlegten Palettenholz. Indem 32 der gehobelten und abgerichteten Latten miteinander verleimt werden, entsteht ein robustes Stück Holz, das zu Bein und Sitzfläche wird. Nur vereinzelte Nagellöcher erinnern noch an den rudimentären Look der Einwegpalette. Ein ehrliches Möbelstück, das seine Herkunft nicht versteckt. Seine spezielle Zapfenverbindung kommt ohne zusätzliche Schrauben, Nägel oder Winkel aus und macht die Bauweise sichtbar.

Bei der Produktion der tuttos setzen wir auf Ressourcenschonung, Regionalität und Inklusion. Hergestellt werden sie in integrativen Werkstätten der Südpfalz. Dabei legen sie weniger als 100 Kilometer zurück, bis sie zu tutto-Möbeln werden.

Stapel Hocker, eine Bank, ein Haken

Tutto Stool 1, der Archetyp der Familie

Auch ihre Gestaltung steht in vielerlei Hinsicht für Nachhaltigkeit: zeitlos gestaltet, mit einer Konstruktion, die auf maximale Ressourceneffizienz ausgelegt ist. Die tuttos sind ausschließlich aus 70 mm breiten und 15 mm dicken Brettern gefertigt – genau den Maßen, die sich aus einer Palette gewinnen lassen. Möglichst wenig Verschnitt, maximale Verwertung. Dies trifft auf alle Möbel der tutto-Serie zu. Robust konstruiert, verleimt nur mit unbedenklichem Weißleim verspricht jeder tutto eine lange Lebensdauer. Er lässt sich leicht pflegen und reparieren – ein echtes Designobjekt, das weit über das klassische Paletten-Upcycling hinausgeht und Generationen überdauert.

Tutto Hocker, natur

Individuelle Holzmaserungen und -färbungen machen jeden Tutto zum unverkennbaren Charakterteil.

* Stattpreis bezieht sich auf unseren bisherigen Verkaufspreis oder eine unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP).